Cocktails mit Tequila dürfen selbstverständlich auch an keiner Bar fehlen. Tequila darf sich allerdings nicht jede Agave-Flüssigkeit nennen. Dieser Name ist herkunftsgeschützt und darf nur aus der Umgebung der Stadt Tequila und vier weiteren Bundesstaaten Mexikos verwendet werden. Es müssen mindestens 51% des Tequilas aus der blauen Weberagave gewonnen werden. Bei Tequila scheiden sich natürlich auch die Geschmäcker. Meine erste Erfahrung mit diesem Agavenbrand, bekam ich als junger Erwachsener in einer Disko. Ein Shot mit Salz und Zitrone brachte mich diesem für mich zugegebenermaßen eigenartigen Geschmack näher. Es ist absolut nicht das Getränk für mich gewesen, von dem ich unbedingt mehr haben wollte. Heute und mit einigen Jahren Bar-Erfahrung, schätze ich den Tequila ganz anders. Dies kam aber nicht nur durch das Mixen mit dem Tequila, sondern auch durch meinen mexikanischen Bruder Tona, mit dem ich in der Schweiz zusammen lebte. Er brachte mir den Tequila und dessen Qualität etwas näher. Dazu muss man sagen, dass Tona 3 verschiedene Tequilas aus Mexiko mitgebracht hatte. Diese sind keineswegs mit den hier handelüblichen Tequilas vergleichbar. Kein Kratzen im Hals, kein Brennen im Mund. Nein, weich im Geschmack und Abgang. Desweiteren erklärte mir Tona, dass man in Mexiko den Tequila absolut nicht so trinkt, wie ich bei meinem Diskobesuch. Kein Salz, keine Zitrone, kein Zimt, keine Orange. Die Mexikaner greifen höchstens zu einer Limette zurück. An meiner Bar bestellten schon einige Gäste ganz in dem Stil, wie ich es in der Disko tat. Du kannst diese vom wahren Ritual in Mexiko gerne unterrichten, aber versuche nicht, den Gast davon abzubringen. Schließlich scheint diese Variante, ja hierzulande einigen Gaumen zu gefallen.


Cocktails mit Tequila

Der Tequila

Der Tequila ist eine Form der Spirituose Mezcal. Man kann durchaus sagen, dass der Tequila der bekannteste Mezcal ist. Er wird aus dem Herzen der blauen Agave gewonnen. Die Einheimischen nannten das Herz "Das Haus des Mondes", was in der indigenensprache Nahuatl - Mezcal heißt. In der Regel beträgt der Alkoholgehalt von Tequila zwischen 38 und 40%. Es gibt allerdings auch einige Tequilas, die 50% Alkohol erreichen. Es gibt zwei Qualifikationen von Tequila. Zum einen Mixto - mindestens 51 % des Zuckers zur Alkoholproduktion stammen von der blauen Agave. Der restliche Zucker kann eines anderen Ursprungs sein. Dabei verwendet man meistens Rohrzucker. Und dann ist da noch 100% Agave azul. Dieser darf nur in Flaschen abgefüllt und versendet werden. 

Tequila wird außerdem in fünf Gruppen klassifiziert. Dies basierd auf seinem Reifegrad. Es gibt:


silver, bianco, plata 

gold, joven oder ovo

aged, reposado

extra-aged, añejo​​​​​​​

ultra-aged, extra-añejo   


Auch gibt es einen Unterschied für die Herkunft der Agaven. Die verschiedenen Anbaugebiete sind in den Highlands oder Lowlands. Dieser Anbau sowie die Fermentation und Destillation, haben einen sehr großen Einfluss auf die Qualität eines Tequilas. Auch wird der endgüldige Geschmack stark von der Reifung geprägt. Es gibt in Mexiko etwa 130 Tequila-Hersteller, welche über 900 verschieden Tequilas produzieren. Der Absatzmarkt ist in den USA am höchsten. Nun möchte ich Dir den wohl bekanntesten Cocktail mit Tequila vorstellen. 









Tequila Sunrise

Zubereitung:

6 cl Tequila

1,5 cl Triple Sec

7,5 cl Orangensaft

2 cl Limettensaft

1 cl Grenadine



Den Shaker mit Eiswürfeln füllen, alle Zutaten bis auf Grenadine dazu geben und kräftig schütteln. Am besten eignet sich ein Longdrinkglas, welches Du mit crushed Ice füllst und die geshakten Zutaten mittels Strainer (Barsieb) in das Glas abseihst. Die Grenadine läßt Du vorsichtig über den Rücken des Barlöffels laufen. Nun siehst Du, wie sich der sogenannte Sonnenaufgangs-Effekt zeigt. Bitte nicht mit Schirmchen dekorieren. Zu empfehlen wäre hier Orange, Ananasblätter und ein Limettenachtel.


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