Es gibt verschiedene Meinungen zur Garnitur. Die einen sagen ein Cocktail darf auf keinen Fall einen halben Obstsalat am Glas haben und andere wiederum garnieren mit viel Einfallsreichtum eine halbe Banane zum Delfin. Es ist darauf zu achten, dass nur essbare Cocktail-Garnituren verwendet werden, die vorher gewaschen wurden.  Wenn du für ein Event Garnituren vorbereitest, solltest du diese so lagern, dass sie nicht zu schnell verderben (kühl lagern).

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Cocktail - Garnituren

Cocktail-Garnituren – Tipps und Tricks

Was immer gut geht, sind Zutaten die im Cocktail enthalten sind. Hab keine Angst, wenn es außergewöhnliche Cocktail-Garnituren sind. So gibt es nicht nur Cocktail-Garnituren die aus der Obst Rubrik kommen, sondern auch verschiedenste Kräuter, Gewürze, Gemüsesorten, Süßigkeiten, Esspumas, Blattgold und Co. Ob Frucht auf Holzspieß, im Eiswürfel gefroren oder auf dem Gästeglas trappiert, es sollte optisch, geschmacklich und natürlich zur Rezeptur passen. Auch gibt es verschiedenste Klassiker von Cocktails, die keine Garnituren beinhalten oder wo Garnituren vorgegeben sind. So sollte auf einem klassischen Caipirinha keine Banane, Melone oder andere Obstsorten verwendet werden, sondern die im Cocktail verwendete Limette. 


Was auf gar keinen Fall geht, ist ein Cocktailschirmchen am Cocktail. Dies zeugt von Unkreativität.











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Es gibt verschiedenste Früchte die sich super für Garnituren eignen und optisch etwas hermachen. So ist zum Beispiel die Drachenfrucht eine tolle Variante, dem Cocktail eine optische Aufwerdung zu geben. Natürlich gibt es viele exotische Früchte, die zwar optisch etwas hermachen, aber im Einkauf preisintensiv sind. Auch gibt es viele saisonalen Früchte, die je nach Jahreszeit vorhanden oder sehr teuer im Einkauf sind. Wenn du an Fancydrinks oder Eigenkreationen eine ausgefallene Garnitur machst, überlade das Glas nicht. Wenn möglich, verwende Garnituren, die von der Geschmacksrichtung im Cocktail enthalten sind. In den meisten Bars wird endweder auf auffallende Garnituren verzichtet, oder es gibt zu  fast jedem Cocktail die selbe Garnitur. Am meisten sieht man hier ein Ananasstückchen mit Cocktailkirsche.













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Warum machen diese Bars das? Es gibt natürlich gute Gründe dafür. So sind ausgefallene Cocktail-Garnituren meist teurer wie die genannte. Also bleibt dem Betreiber mehr vom Kuchen übrig. Auch spart es unheimlich viel Zeit, wenn man nur einen oder zwei Handgriffe für eine Garnitur aufbringen muß, als bei ausgefallenen Garnituren. Bei hochfrequenzierten Bars, wo es zum Beispiel eine Happy Hour gibt, hat man meist keine Zeit und zu wenig Personal um richtig ausgefallen sein zu können. Da macht es einfach die Masse.












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Wichtig bei Garnituren ist die Beschaffenheit, Haltbarkeit und Wiederverwendbarkeit. Schau beim Einkauf darauf, ob die Früchte und Kräuter frisch sind. Auch sollten die Garnituren unbehandelt sein. Wenn du Garnituren vorbereitest oder selber herstellst, achte darauf das du mit Lebensmitteln arbeitest! Wenn Du frische Kräuter verwendest (Basilikum, Minze, Zitronengras etc.) solltest Du darauf achten, dass Du diese richtig lagerst und gegebenfalls wässerst. Kontrolliere vor dem Geschäft die Beschaffenheit der Kräuter und sortiere gegebenfalls aus.













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Essbare Blüten sind tolle Aufwertungen für einen Drink. Im Sommer kann man diese selbst anbauen und ernten. Eine günstige und effektvolle Garnitur. Eine weitere effektvolle und auch beliebt Variante von Garnituren oder optischen Highlites, sind Zuckerränder. Diese kommen in Crustas vor. Der Zuckerrand kann eingefärbt oder mit den unterschiedlichsten Dingen bestückt sein. So eignen sich sehr gut Kokos oder Schokoladenstreusel.

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Wenn es nach mir geht, trinkt das Auge ganz klar mit. Zugegeben bin ich was das betrifft, auch sehr anspruchsvoll. Ich liebe es, wenn ich Drinks oder auch Speisen anrichte, und diese einfach einladend und verführerisch ausschauen. Mein Sohn findet es immer wieder toll, wenn sein Papa das Essen für ihn toll anrichtet. Meine Gäste tun dies auch immer. Sie finden die Inszenierung meiner Drinks ziemlich geil. Ich konnte schon unzählige Male beobachten, wie sich Gäste an ein Tisch nach dem anderen umgedreht haben, als der Service meine Drinks serviert hat. Es waren die Momente, der Bestätigung und Freude in mir. Es ließ oftmals nicht lang auf sich warten, bis der Nachbartisch im Gästeraum, auch einen Drink von mir bestellt hat. Nun hast Du aber schon sicher selbst die Erfahrung gemacht, dass nicht in jeder Bar, auf die Optik des Drinks geachtet wird. Dies kann mehrere Gründe haben. Vielleicht ist es nicht der Anspruch des Inhabers. Vielleicht wird aus Kostengründen auf üppige und anschauliche Garnituren verzichtet. Vielleicht aber auch aus Zeitmangel oder unfähigem Personal. Meines Erachtens, wird hier ganz klar falsch angesetzt. Egal welch Argumente ich gerade angebracht habe. Denn seien wir mal ehrlich, wenn ein Gast völlig begeistert von der Art der Drinks war, ist doch die Wahrscheinlichkeit wesentlich größer, dass er erstens noch einen Drink bestellt oder zum Stammgast wird und zweitens, dass er zur Marketing-Maschine wird. Ein zufriedener und begeisterter Gast, wird jeden in seinem Umfeld, von Deinen Drinks erzählen und diese empfehlen. Er macht also die beste Werbung, die Du für Dein Unternehmen bekommen kannst.


Mir ist dies immer bewusst gewesen und ich habe es in Kauf genommen, lieber eine Minute länger für einen wunderschönen Drink zu brauchen. Am Ende zahlt sich dies immer aus. Natürlich bedeutet dies Stress in der Rush Hour. Gerade in der Happy Hour solltest Du gut vorbereitet sein. Dein Mise en place ( Vorbereitungsarbeiten) muss vor dem eigentlichen Geschäft stehen. Limetten vorschneiden, Obst etc. abwaschen und gegebenfalls aussortieren, gewisses Obst, wie die Physalis, schon eindrehen und all die Dinge, die einen reibungslosen Ablauf im Geschäft notwendig machen, sorgfälltig und rechtzeitig erledigen. Um nochmal auf die Happy Hour zurückzukommen, dort solltest Du natürlich aus kaufmännischer Seite, eine etwas abgespeckte Variante der Garnituren verwenden. Da bei einer Happy Hour in den meisten Fällen der halbe Preis (oder 2 für 1) verlangt werden, ist es ratsam, dort eine weniger aufwendige und kostenintensive Garnitur Variante zu verwenden. Dies kannst Du dem Gast, der Deine Drinks sonst in unglaublicher Marnier kennt, auch plausibel erklären. Manchmal ist weniger auch mehr. Dies trifft definitiv auch auf Cocktails zu. Du kannst Eiswürfel mit verschiedenen Früchten füllen. Dies alleine hat schon eine unglaublich schöne Wirkung in einem klaren Drink. Oder Du verwendest molekulare Kaviar Kügelchen, welche mit verschiedenen Geschmacksrichtungen produziert wurden sind. Die beiden genannten Varianten, sind im Vorfeld herzustellen und kosten bei der Anrichte des Drinks, kaum Zeit. Sie eignen sich also sehr gut für eine Happy oder Rush Hour. Ein durchaus toller Trend, sind geflavourte Blasen, welche mittels einem Flavour Blaster auf einen Drink gezaubert werden. Es gibt verschiedene Aromen, welche dem Drink eine Extranote geben. Außerdem schauen diese Drinks ziemlich beeindruckend aus. Der Anschaffungspreis dieses Bartools, lässt sich schnell wieder einspielen. Du weißt ja bereits, wie das mit dem Gast und der Marketing-Maschine läuft. Sogennante molekulare Drinks, sind definitiv eine Augenweite in der Barszene. Allerdings ist dies nichts für Anfänger. Es bedarf an Wissen und Vorbereitungsarbeit, wenn man Kaviar, Espumas und essbare Cocktails anbieten möchte. Auch der Einsatz von Trockeneis oder Feuer ist nicht für Anfänger an der Bar zu empfehlen. Wenn Du allerdings darin geübt bist, ist die molekulare Cocktailwelt, definitiv eine Bereicherung für Deine Bar.


Möchtest Du mehr über Garnituren, Anrichteweisen oder verkaufsfördernde Maßnahmen an der Bar erfahren, dann buche doch das Bar - Kreativ Coaching von mir und lasse Dir tolle Möglichkeiten zeigen, wie Du aus Deinen Gästen echte Marketing-Maschinen machst.