Wenn du eigene Cocktail-Rezepte erstellen möchtest, ist es wichtig, dass du alle Sinne erreichst. So sollte ein Cocktail ansprechend aussehen, verführerisch riechen, nach mehr schmecken und sich auf der Zunge köstlich anfühlen.

Cocktail-Rezepte –  Ideen finden

Liquid Shot BottlesWenn du keine Idee hast, was von den Zutaten und der Rezeptur zusammen passt, dann schaue doch einfach mal in die Süßwarenabteilung oder in die Limonadenabteilung eines Supermarktes. Dort findest du zum Beispiel bei den Schokoladen tolle Ideen. Auch kannst du dich im Internet oder in Fachzeitschriften und Büchern rund um das Thema Cocktail-Rezepte informieren und inspirieren lassen. Wer allerdings kreativer und mutiger ist, probiert einfach mal darauf los. Hier kannst du unter anderem am Geruch herausfinden, ob sich die Zutaten lieben oder beißen werden. Halte dafür einfach zwei verschiedene Zutaten unter deine Nase und rieche daran, wie sich beide vertragen. Sollte die beiden harmonieren, bestimmst du die jeweilige Menge der Zutat und gibst diese in ein Mixing Glas oder wenn du einen frozen Drink machen möchtest, in den Blender.

Danach nimmst du die dritte Zutat und machst zusammen mit den beiden ersten Zutaten wieder die Geruchsprobe. Das kannst du dann solange machen, bis du all deine Ideen der Zutaten im Glas hast. Achte aber darauf, dass die Geruchsprobe begrenzt ist und man bei dominanten Zutaten wie Anishaltige Getränke nur schwer die Nuancen der anderen Zutaten erriechen kann. Achte auch bitte darauf, wenn du im laufenden Bargeschäft Cocktail-Rezepte kreieren mußt oder möchtest, du deine Nase nicht über Flaschen und Behälter hältst, sondern dir mit etwas Abstand von den Gefäßen den Duft zur Nase wedelst.

Cocktail-Rezepte – Hinweise und Erfahrungen

Verwende außerdem keinen Billigfusel. Dieser ist zwar günstiger, aber er wird nie zu einer tollen Qualität für die Cocktail-Rezepte beitragen und im schlechtesten Falle Kopfschmerzen bereiten.

Achte darauf, dass du nicht zu viele Zutaten für ein Cocktailrezept verwendest. Meistens ist weniger mehr. Dir sollte bewusst sein, das du nicht einfach so alle Alkoholika, Sirups und Filler zusammen kippen kannst, um danach leckere Cocktail-Rezepte zu erhalten. Um beim Beispiel Anisschnaps zu bleiben, welcher sehr dominant ist und somit schlecht bis gar nicht mit anderen Zutaten übertönt werden kann. Dennoch gibt es Möglichkeiten daraus hervorragende und leckere Cocktail-Rezepte zu zaubern.

Nichts ist schöner für einen kreativen Barkeeper, wenn der Gast sein vollstes Vertrauen in dich legt und dich damit beauftragt, einen eigens für ihn kreierten Cocktail zu zaubern. Um diesen Gast dann natürlich zufrieden zu stellen, solltest du ihn im Vorfeld einige wichtige Fragen stellen.

Cocktail-Rezepte – Die wichtigsten Fragen für dich an den Gast

• Was ist denn ihre Lieblingsspirituose?

• Möchten Sie einen Shortdrink oder Longdrink? Sprich wie viel Inhalt wird gewünscht.

• Soll der Drink fruchtig süß, herb und trocken oder vielleicht sogar scharf sein?

• Darf der Cocktail Sahne enthalten?

• Was sollte unbedingt im Cocktail-Rezept sein und was sollte gar nicht enthalten sein?

• Ist der Gast gegen eine Zutat allergisch?

• Kann der Drink frozen zubereitet werden?

Wenn du all diese Fragen beantwortet bekommen hast, kannst du vieles eingrenzen, hast einen Leitfaden und kannst dem Gast einen nur für ihn kreierten Cocktail zubereiten. Trotz aller Informationen die du nun hast, solltest du wissen, welche Zutaten harmonieren und welche du für die Eigenkreation verwenden kannst. Sollte der Gast dir ziemlich verrückte Zutatenwünsche gegeben haben, kannst und solltest du unter Berücksichtigung deines Wissens dem Gast empfehlen, gewisse Zutaten nicht mixen zu müssen. Hier gilt allerdings, Kunde ist König!!! Auch wenn du weißt das dieser Drink mit Sicherheit nicht so berauschend schmecken wird, erfüllst du dem Gast sein Wunsch. Schließlich zahlt er diesen dann auch. Auch sollte man nicht immer nach seinem eigenen Geschmack gehen. Wichtig ist die Zufriedenheit des Gastes.

Die Eigenkration vom Cocktail-Rezept

Auch solltest du bevor du die Eigenkreation servierst,  mit einem Strohhalm Nipper (du hältst das Loch am Ende des Strohhalmes zu, steckst diesen dann in den Drink und holtst dir so eine kleine Geschmacksprobe aus dem Glas) den Drink probieren. Es kann gut sein, dass du zu viel Schärfe verwendet hast oder dein Drink zu lasch schmeckt. Somit kannst du reagieren bevor der Drink am Gast ist. Wenn du den Drink dann servierst, fragst du den Gast nach seinem Namen. Wenn er dir antwortet, dass er zum Beispiel Herr Schmitz heißt, servierst du den Cocktail mit einem Lächeln und dem Hinweis, dass dieses Cocktail-Rezept den Namen Schmitz Deluxe trägt.

So erreichst du den Gast gleich nochmal und er fühlt sich gebauchpinselt, eine Eigenkreation mit seinem Namen bekommen zu haben. Du wirst ihm in Erinnerung bleiben und er wird die beste Werbung für dich und dein Unternehmen machen. Natürlich darfst du es nicht verpassen, den Gast danach zu fragen, wie seine Eigenkreation schmeckt um gegebenfalls noch etwas verändern zu können.

Cocktail-Rezepte – und die richtige Garnitur

Auch spielt die Optik eine große Rolle. So kannst du gerade bei einer Eigenkreation richtig kreativ sein. Verwende Garnituren, die du sonst nicht verwendest. Sprich mach keinen Einheitsbrei ans Glas und hebe die Eigenkreation mit der Optik nochmals hervor. Denke daran, dass Auge trinkt mit! Auch ist es erwiesen, dass wenn du einen besonders toll garnierten Cocktail durch deine Bar, Lounge oder Restaurant trägst, sich weit aus mehr Gäste danach umdrehen werden und du somit Interesse und Kauflust weckst. Zum Beispiel eine Angel mit einem langem Strohhalm und Orangenschale gebaut, wo eine Frucht daran baumelt.

Garniturvorschläge und kreative Ideen um einen Cocktail in Szene zu setzen, findest du bei uns unter Garnituren, Früchte und Kräuter.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist natürlich die Kalkulation deiner Cocktail-Rezepte. Du solltest zwar nur hochwertige Spirituosen verwenden, aber niemals Spirituosen, die im Einkauf schon ein kleines Vermögen kosten. Beispiel: John Walker & Sons Odyssey 0,70l 40% über 600 Euro für 0,7 Liter. Natürlich ist auch hier Gesetz, der Kunde ist König. Sollte er bereit sein, dafür viel Geld zu zahlen, kann man es natürlich machen. Wobei wir dringlichst dazu abraten würden, solch einen wundervollen Tropfen zum Mixen zu verwenden. Solch tolle Flüssigkeit muß man pur genießen!

Bei einer Eigenkreation achte darauf, dass das Cocktail-Rezept auch bezahlbar sein muß!

Es gibt auch neuste Technik für das Zubereiten von Cocktails. Eine Sogenannte Cocktail Waage und Apps in den verschiedensten Ausführungen. Wir bleiben dann doch lieber bei der klassischen Ausführung bei der Zubereitung von Cocktails. Das macht es doch aus, den Jigger zu schwingen oder gleichzeitig mehrere Flaschen beim Eingießen zu nutzen. Ja Cocktail-Rezepte zu kreieren bedarf mehr als eine Waage oder Apps.